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Opel Efficiency


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm, Healthy Workplaces Film Award
Deutschland | 2013 | 75 Minuten | englisch | englische Untertitel | Weltpremiere
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Opel Efficiency | Opel Efficiency

KATALOGTEXT
Effizienz ist das Totschlagargument unseres Wirtschaftssystems. Wer da nicht mithält, kann schon mal abtreten. Warum aber Unternehmen schließen, die schwarze Zahlen schreiben, lässt sich mit dieser Logik nicht erklären.
Auch Pablo, Nico und Els, die bei Opel Antwerpen Autos montieren, und Rudi, seit 28 Jahren ihr Gewerkschaftsvertreter, haben effizient gearbeitet. Aber in Osteuropa kann General Motors höhere Profite erzielen – also wird das Werk in Antwerpen demontiert. Über fünf Jahre haben Andy Michaelis und Erik Wittbusch in der Tradition von Klaus Wildenhahn und unter Mitwirkung von Gisela Tuchtenhagen diesen Prozess begleitet. Wobei sie ihn in seiner Komplexität abbilden, indem sie nicht nur andere Opel-Standorte in Portugal und Deutschland aufsuchen, sondern auch mit polnischen Neu-Opelanern sprechen. Gerade letzteres räumt mit romantischen Vorstellungen von der Möglichkeit einer Solidarisierung über Ländergrenzen hinweg gründlich auf. Ernüchternd auch die wiederkehrenden Gespräche in Antwerpen, erst noch in Werkszusammenhängen, später nur noch privat. Da sind Traurigkeit und Zukunftsängste, auch Wut – doch vor allem ein fatalistisches Sich-Fügen und ein Punkt, an dem dieses Ende als ein neuer Anfang begriffen wird. „That’s life.“ Im Gedächtnis bleiben Momente wie jener, in dem der Gewerkschaftsvertreter, befragt nach Handlungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer, in ein irres Lachen ausbricht.

Grit Lemke
Credits
Originaltitel: Opel Efficiency
Land: Deutschland
Jahr: 2013
Sprache: englisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 75 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Regie: Andy Michaelis, Erik Wittbusch
Produktion: Andy Michaelis, Erik Wittbusch
Kamera: Andy Michaelis, Erik Wittbusch
Schnitt: Peter Badel, Andy Michaelis, Gisela Tuchtenhagen, Erik Wittbusch
Ton: Andy Michaelis, Erik Wittbusch
Buch: Peter Badel, Andy Michaelis, Erik Wittbusch
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.