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Eugenic Minds


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm, Animadok Award
Tschechische Republik, Slowakei | 2013 | 76 Minuten | tschechisch | englische Untertitel | Internationale Premiere
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Eugenic Minds | Eugéniové


KATALOGTEXT
Ausdrucksstarke Gesichter, Körperteile, anatomische Assoziationen. Die Menschen sind vielfältig: „Manche sind klug, manche sind dumm, manche sind gutaussehend, manche sind hässlich …“ Eugenik stammt aus dem Griechischen, bedeutet so viel wie „gutes Geschlecht“ und bezeichnet die Wissenschaft zur Verbesserung der Erbanlagen durch die Wahl passender sexueller Partner. Um der Menschheit „genetische Belastungen“ zu ersparen, entscheide man sich für den Klugen und Gutaussehenden. Bestimmt der Mensch die Selektion, nimmt er die „Arbeit Gottes in seine eigenen Hände“. Das Dritte Reich benutzte und erweiterte die Forschung für seine Ideologie, was dazu führte, dass der Begriff schließlich vermieden und vergessen wurde. Mithilfe fesselnder Archivaufnahmen, origineller Animationen und deren anschaulicher „Befruchtung“, wenn sich zum Beispiel die Dresdner „Gläserne Frau“ immer wieder unter die Menschenmenge mischt, wird die Entwicklung einer faszinierenden und bis ins Irrsinnige betriebenen Wissenschaft reflektiert. Sie erzählt sehr viel mehr über die Spezies Mensch, als es jede anthropometrische Messung tun könnte.

Claudia Lehmann
Credits
Originaltitel: Eugéniové
Land: Tschechische Republik, Slowakei
Jahr: 2013
Sprache: tschechisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 76 Minuten
Format: HDcam
Farbe: Colour and B&W
Regie: Pavel Štingl
Produktion: Jiří Konečný
Kamera: Miroslav Janek
Schnitt: Tonička Janková, Otakar Šenovský
Animation: Jan Míka
Ton: Vladimír Chrastil
Musik: Jaroslav Kořán
Buch: Pavel Štingl
Website: www.eugeniove.cz
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.