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Just the Right Amount of Violence


2013 DOK Leipzig, Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Dänemark | 2013 | 80 Minuten | englisch | englische Untertitel | Europäische Premiere
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Just the Right Amount of Violence | Just the Right Amount of Violence

KATALOGTEXT
Das könnte Hollywood sein: Zwei Cops stürmen im Morgengrauen ein Haus, zerren einen Teenager aus dem Kinderzimmerbett, verfrachten ihn ins Auto, fahren mit ihm durch die endlose amerikanische Weite. Ausbruchsversuch, Verfolgungsjagd, die Fahrt endet in einem Umerziehungslager für renitente Kinder mitten in der Wüste. – Das ist Hollywood. Am Fuß der Berge mit dem berühmten Schriftzug begibt sich Jon Bang Carlsen, bekannt für die ständige Auslotung der dokumentarischen Realität und ihrer Konstruiertheit, auf die Suche nach einem Traum, der hier permanent generiert wird: der von der glücklichen Familie. Lachende Kinder und fürsorgliche Eltern – ein Bild, das wir alle in uns tragen und dem wir ewig nachrennen.
Es ist die Suche nach dem eigenen verlorenen Vater, die sich zu einem großen Essay über Liebe, Verantwortung und Moral verdichtet. Aussagen eines jungen Mannes, der die gnadenlose „Intervention“ durchlief, Berichte von Officers der „Eingreiftruppe“ sowie persönliche Reflexionen werden von Bildern des sauberen, suburbanen Mittelschicht-Amerika konterkariert. Es geht um ein Weltbild: Wer sich nicht an „Gesetze“ (wessen?) hält, wird bestraft – egal ob Kinder von ihren Eltern oder andere Völker von Uncle Sam. Der Traum von der heilen Welt, die man so kreiert, ist nichts als Fiktion – weshalb Carlsen die Grenzen des Dokumentarischen hier wieder weit überschreitet.

Grit Lemke
Credits
Originaltitel: Just the Right Amount of Violence
Land: Dänemark
Jahr: 2013
Sprache: englisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 80 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Produktion: Jon Bang Carlsen, Helle Ulsteen
Regie: Jon Bang Carlsen
Musik: Nathan Larson
Kamera: Jon Bang Carlsen
Schnitt: Rikke Selin, Morten Giese, Hilda Rasula
Buch: Jon Bang Carlsen
Ton: Jess Wolfsberg
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.