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The Kill Team


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm
USA | 2013 | 79 Minuten | englisch | englische Untertitel | Deutsche Premiere
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The Kill Team | The Kill Team


KATALOGTEXT
Im Jahr 2010 erschütterten Berichte über das sogenannte „Kill Team“ die Öffentlichkeit. Eine Gruppe von Soldaten hatte Angriffe von Afghanen vorgetäuscht und so mindestens drei unschuldige Menschen vorsätzlich getötet und ihre Leichen geschändet. Zwei Jahre später macht sich Dan Krauss auf die Spur der Kriegsverbrechen und versucht zu rekonstruieren, unter welchen Umständen die Soldaten zu diesen Taten fähig waren.
Er konzentriert sich dabei insbesondere auf den ambivalenten Fall des Gefreiten Adam Winfield, der vermeintlich als erster Meldung über die ungeheuerlichen Vorgänge machte. Er blieb zunächst ungehört, bis die skandalösen Zustände in der Einheit nicht mehr weiter zu verbergen waren und eine interne Ermittlung angeordnet wurde. Wieder zurück in den USA, sieht sich Winfield selbst angeklagt wegen vorsätzlichen Mordes und Verschwörung. Es bleiben Zweifel, inwieweit sein Verhalten in Afghanistan so ehrenhaft war, wie er selbst es schildert.
In Gesprächen mit anderen beteiligten Soldaten ergibt sich nach und nach ein verstörendes, dennoch hochspannendes Bild von den Einsätzen der US-Armee, nicht nur in Afghanistan, und dem anmaßenden Selbstverständnis als Retter der Welt: Da sitzen sie in ihrem Quartier an irgendeinem staubigen Rand der Welt, gelangweilt, wütend und kurz vorm Ausrasten, weil sie nicht das tun dürfen, wozu sie ihrer Auffassung nach dort sind.

Lina Dinkla
Credits
Originaltitel: The Kill Team
Land: USA
Jahr: 2013
Sprache: englisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 79 Minuten
Format: HDcam
Farbe: Colour
Regie: Dan Krauss
Produktion: Linda Davis, Julie Goldman, Deborah Hoffmann
Kamera: Dan Krauss
Schnitt: Lawrence Lerew
Ton: Jim Lebrecht
Musik: Justin Melland
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.