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Elegy For a Lighthouse


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm
Schweiz | 2013 | 56 Minuten | französisch | englische Untertitel | Weltpremiere
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Elegy For a Lighthouse | Élégie pour un phare

KATALOGTEXT
Eine Reise zur Überwindung der Trauer: Der Vater ist gestorben. Das Gefühl einer Leerstelle in der Seele. Zur gleichen Zeit, weit oben im Norden, noch hinter Archangelsk, in Schoina am Weißen Meer, hat man gerade einen Leuchtturm dazu verdammt, für immer zu erlöschen. Magisch fühlt sich die Filmemacherin angezogen von diesem fremden Ort, der ihr etwas bedeutet, dessen Sinn sie jedoch nicht versteht. Angekommen an der Westküste der Kanin-Halbinsel, ist der Leuchtturmwärter, der seit langem dort die Stellung gehalten hatte, jedoch schon nicht mehr da. Sie findet nur noch ein paar Dutzend Bewohner vor, die sich stoisch dem Untergang der Geschichte entgegenstellen, und eben diesen Leuchtturm, der melancholisch vor sich hin rostet. Dabei gab es einmal eine Zeit, da die Hiesigen eine rosige Zukunft vor sich hatten: Etliche Jahrzehnte lang blühte hier die sowjetische Fischindustrie – zeitweise zählte Schoina über tausend Einwohner. Heute ist das Meer überfischt. Statt Tonnen von Fisch gibt es hier nur noch Tonnen von Sand, der sich, vom Wind getragen, über die alten Schiffswracks, Häuser und Straßen der ehemaligen Vorzeigekolchose legt. Je länger aber die Filmemacherin Dominique de Rivaz sich dem Überlebenswillen der Verbliebenen gegenübersieht, desto mehr ringt sie der Gegenwart von Schoina und den dortigen Menschen Momente von überwältigender Schönheit ab.

Ralph Eue
Credits
Originaltitel: Élégie pour un phare
Land: Schweiz
Jahr: 2013
Sprache: französisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 56 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Regie: Dominique de Rivaz
Produktion: Heinz Dill
Kamera: Dmitrij Leltschuk, Dominique de Rivaz
Schnitt: Prune Jaillet
Musik: Guy Klucevsek, Père Thomas Pott, Jonas Fischer
Ton: Dmitrij Leltschuk, Dominique de Rivaz
Buch: Dominique de Rivaz
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.