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My Stolen Revolution


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm, Filmpreis "Leipziger Ring"
Schweden, Norwegen | 2013 | 75 Minuten | persisch, schwedisch | englische Untertitel | Deutsche Premiere
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My Stolen Revolution | Min stulna revolution


KATALOGTEXT
Die Archivaufnahmen der Eröffnungssequenz vergegenwärtigen den Alltag im Iran der 1970er Jahre. Vielen Menschen war es möglich, ein „normales Leben zu führen“, während die oppositionellen Gruppen noch Seite an Seite gegen den Schah kämpften. Der wurde gestürzt, „aber die Islamisten waren besser organisiert als wir“. Nahid Persson Sarvestani war damals linke Aktivistin. Nur mit sehr viel Glück und dank der Hilfe ihres Bruders Rostam entging sie der brutalen Gefangenschaft, die Folter, Vergewaltigungen und Massenhinrichtungen bedeutete. Auch Rostam wurde getötet.
Ein eigenwilliges Schuldgefühl bringt Nahid Persson Sarvestani Jahre später dazu, einige der wenigen Überlebenden des Widerstands zusammenzuführen. Die Suggestionskraft der Objekte und Kunstwerke, die in der und durch die Gefangenschaft entstandenen, sowie die erschütternden Erinnerungen der fünf Frauen an ein Regime, das heute immer noch an der Macht ist, werden einem sehr persönlichen Ansatz und dem Diskurs der eigenen Gedanken und Fragen gegenübergestellt. Der Regisseurin gelingt es überdies, von einer tiefen Verbundenheit zu erzählen, indem sie uns mit den bewegenden Gesichtern starker Persönlichkeiten konfrontiert, die sich nicht nur symbolisch von ihrem Tschador befreien.

Claudia Lehmann
Credits
Originaltitel: Min stulna revolution
Land: Schweden, Norwegen
Jahr: 2013
Sprache: persisch, schwedisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 75 Minuten
Format: HDcam
Farbe: Colour
Produktion: Nahid Persson Sarvestani
Regie: Nahid Persson Sarvestani
Musik: Adam Norden
Kamera: Nicklas Karpaty, Makan
Schnitt: Emil Engerdahl, Nahid Persson Sarvestani
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.