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The Valley of the Jato


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm
Italien, UK | 2012 | 67 Minuten | italienisch | englische Untertitel | Deutsche Premiere
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The Valley of the Jato | La Valle dello Jato


KATALOGTEXT
Als Lokaljournalist und Patron muss man alles selber machen: in Fabriken und auf den Straßen mit Menschen sprechen, Namen recherchieren, Kommentare schreiben, auf den „News Chair“ springen und die (zweistündigen!) Nachrichten einsprechen, die Belegschaft anschnauzen, Wasserproben aus dem verseuchten Fluss entnehmen und untersuchen lassen, vom 105. Geburtstag einer Einwohnerin berichten, mit einem kleinen Schraubendreher den Sendemast des Kanals reparieren, die Frau mit einem Kuss bei Laune und den ganzen Betrieb über Wasser halten. Der hagere, schnauzbärtige und stets hektisch Kette rauchende Pino Maniaci ist eine Institution in Partinico, einer Stadt in der Provinz von Palermo auf Sizilien. Mit seiner gesamten Familie betreibt er den örtlichen Fernsehkanal und führt durch schonungslose Offenlegung einen erbitterten Kampf gegen die Mafia, die immer wieder ebenso erbittert zurückschlägt. Alle Hoffnungen der gebeutelten Bevölkerung ruhen auf ihm. Doch ein Gesetz zur Digitalisierung des Fernsehens droht, den kleinen Kanal finanziell in die Knie zu zwingen …
Caterina Monzani und Sergio Vega Borrego erzählen in der turbulenten Art italienischer Komödien von einem modernen Don Quichote im Kampf gegen die Windmühlenflügel von Korruption und Kapitalismus. Vor allem zeigen sie, dass das Sterben des unabhängigen Lokaljournalismus einen unersetzlichen Verlust für die Demokratie bedeutet.

Grit Lemke
Credits
Originaltitel: La Valle dello Jato
Land: Italien, UK
Jahr: 2012
Sprache: italienisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 67 Minuten
Format: HDcam
Farbe: Colour
Produktion: Caterina Monzani, Sergio Vega Borrego
Regie: Caterina Monzani, Sergio Vega Borrego
Musik: Roger Goula
Kamera: Sergio Vega Borrego
Schnitt: Sergio Vega Borrego
Ton: Zhe Wu
Website:
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.