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DNA Dreams


2013 DOK Leipzig, Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm
Niederlande | 2012 | 54 Minuten | chinesisch, dänisch, englisch | englische Untertitel | Deutsche Premiere
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DNA Dreams | DNA Dreams


KATALOGTEXT
Sie sind jung und hochmotiviert, haben im Ausland studiert und sprechen fließend englisch. Die Mitarbeiter der chinesischen Firma BGI Ark Biotechnology widmen sich der Erforschung des menschlichen DNA-Codes in Relation zum IQ. Hier, zwischen den zellenartigen Arbeitsplätzen und sterilen Labors, darf noch geträumt werden, denn hier wird unsere Zukunft modelliert. Welches Baby hätten Sie denn gern? Vor dem Hintergrund der Ein-Kind-Politik Chinas ist es doch nur allzu verständlich, dass dieses ein perfektes sein soll. Man wird sich also irgendwann – wie in einem Warenhaus – sein Wunschkind nach Charakter, Intelligenzgrad und Aussehen zusammenstellen können. Selbstverständlich stehen Gene, die ein langes Leben garantieren, besonders hoch im Kurs.
Wie einst Noahs Arche versteht sich das Unternehmen, das nur Blutproben von den besten akzeptiert, als Retter der Menschheit. Der Regisseurin Bregtje van der Haak wurde großzügig Zugang zu den Firmenräumen gewährt, wo die jungen Wissenschaftler freimütig von ihren Visionen erzählen. Man spürt förmlich, wie es sie reizt, „Gott zu spielen“. Aber was, wenn die Forschungsergebnisse in ein westliches Geschäftsmodell überführt werden? Da die Regisseurin auch scheinbar nebensächliche Details in die Bildwelt einbezieht, gelingt es ihr, einen Denkraum zu erschaffen, der uns die Gegenwärtigkeit und Ungeheuerlichkeit dieser Horrorszenarien vor Augen führt.

Cornelia Klauß
Credits
Originaltitel: DNA Dreams
Land: Niederlande
Jahr: 2012
Sprache: chinesisch, dänisch, englisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 54 Minuten
Format: HDcam
Farbe: Colour
Regie: Bregtje van der Haak
Produktion: Brigit Dopheide
Kamera: Jean Counet, Hai Hong, Maarten Kramer
Schnitt: Patrick Minks, Maasja Ooms
Ton: Joris van Ballegoijen, Sander den Broeder
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.