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Elektro Moskva


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm
Österreich | 2013 | 89 Minuten | russisch | englische Untertitel | Deutsche Premiere
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Elektro Moskva | Elektro Moskva

KATALOGTEXT
Bereits im Jahre 1919 entwickelte Lev Termen alias Léon Theremin ein elektronisches Musikinstrument, das man spielt, ohne es zu berühren. Dabei werden die Hände ganz minutiös in einem elektrostatischen Feld zwischen zwei Antennen bewegt. Magisch sieht das aus, magisch hört sich das an. Spätestens wenn der Erfinder höchstpersönlich in einem Interview von 1973 zu Wort kommt, begreift man, dass die elektronischen Wunderwerke der Musik oft nichts weiter als Abfallprodukte der Militärindustrie waren. „Elektro Moskva“ ist ein Essay über die sowjetische Geschichte der Elektrifizierung, den unerschütterlichen Glauben an den Fortschritt der Technik und die daraus entstandenen Kuriositäten. Hier wird seltenes Archivmaterial heutigen Beobachtungen entgegengesetzt, bei welchen man nicht nur in die Rumpelkammern leidenschaftlicher Instrumentensammler blicken darf, sondern beispielsweise auch dabei ist, wenn der Musiker Richardas Norvila, besser bekannt als Benzo, über die Space Sounds seiner Synthesizer philosophiert, die ebenso unberechenbar seien wie das Leben in Russland, in dem es einst verboten war, den Rolling Stones zu lauschen. Die sollte bei diesen psychedelischen Klängen eigentlich auch keiner vermissen.

Claudia Lehmann
Credits
Originaltitel: Elektro Moskva
Land: Österreich
Jahr: 2013
Sprache: russisch
Untertitel: englische
Laufzeit: 89 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Produktion: Dominik Spritzendorfer
Regie: Dominik Spritzendorfer, Elena Tikhonova
Musik: Stanislav Kreichi, Vyacheslav Mescherin, Richardas Norvila, Alexey Borisov
Kamera: Dominik Spritzendorfer
Schnitt: Michael Palm
Buch: Dominik Spritzendorfer, Elena Tikhonova
Ton: Yuri Klevanski
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.