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What a Fuck Am I Doing on This Battlefield


2013 DOK Leipzig, Wettbewerb für junges Kino
Frankreich | 2013 | 53 Minuten | englisch | keine Untertitel | Deutsche Premiere
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What a Fuck Am I Doing on This Battlefield | What a Fuck Am I Doing on This Battlefield


KATALOGTEXT
Ein in expressivem Schwarz-Weiß gestaltetes Zeugnis mehrerer Begegnungen mit dem Musiker Matt Elliott vor, nach und während einiger Konzerte. Faszinierende Gleichzeitigkeit zwischen absoluter Direktheit und höchster Stilisierung in der Tradition der legendären Gesprächsprotokolle in Andy Warhols „Interview". Ein Musikfilm, gewiss, aber mit präzisem Understatement gegen die Versuchungen arbeitend, sich zur schlichten Verkaufsschleuse eines Produkts zu machen. Matt Elliotts Werke werden gemeinhin zwischen düsterem Folk und melancholisch-elektronischer Avantgarde verortet. Seine Alben heißen dementsprechend „Howling Songs“ oder „The Broken Man“. Mit offensichtlich großem Vertrauen hat sich der Musiker den beiden Filmemachern Julien Fezans und Nico Peltier geöffnet, und so äußert er sich in verstörender Klarheit über Gott und die Welt, die Rolle von (Alb-)Träumen und depressiven Schüben für seine Kreativität, die sympathische Verweigerung des Angry-Young-Man-Habitus im Alltag sowie seinen Hass auf politische Manipulation und Willkür. Übrigens: Das mittlere der drei Kapitel dieses Films trägt den anspielungsreichen Titel „The Howl“, der gedankliche Hakenschläge in die Literatur nahelegt. Dass einige Posen und Gesten explizit auf das expressionistische Gemälde „Der Schrei“ von Edvard Munch verweisen, kann man mit guten Gründen vermuten.

Ralph Eue
Credits
Originaltitel: What a Fuck Am I Doing on This Battlefield
Land: Frankreich
Jahr: 2013
Sprache: englisch
Untertitel: keine
Laufzeit: 53 Minuten
Format: Beta DIGITAL (PAL)
Farbe: B&W
Regie: Nico Peletier, Julien Fezans
Produktion: Nico Peletier, Julien Fezans
Kamera: Nico Peletier
Schnitt: Nico Peletier, Julien Fezans
Musik: Elliott Matt
Ton: Julien Fezans
Buch: Nico Peletier, Julien Fezans
Website:
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.