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Zum Beispiel Suberg


2013 DOK Leipzig, Internationales Programm Dokumentarfilm
Schweiz | 2013 | 90 Minuten | schweizerdeutsch | deutsche, englische Untertitel | Internationale Premiere
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KATALOGTEXT
Einerseits ergibt Geschichte, je nachdem, durch welche Brennweite man auf sie schaut, große Panoramen oder kleine Stillleben. Andererseits reicht Geschichte herauf bis zur Gegenwart, Zeitleisten brechen nicht einfach gestern ab. Und dass das, was eben noch Gegenwart war, morgen schon Geschichte ist, versteht sich von selbst. Simon Baumann unternimmt mit seinem Film eine Untersuchung zur Land- und Regionalhistorie eines Schweizer Dorfs in den vergangenen drei Jahrzehnten. Darin ist die eigene Biografie, aber auch das, was sie – für einen selbst meist unbemerkt – zum großen Geschehen beigetragen hat, bis zum eben gelebten Moment explizit enthalten.
Suberg ist ein mittleres Dorf im Schweizer Mittelland. Einst eine abgelegene Bauernsiedlung, ist die Ortschaft inzwischen verkehrstechnisch gut angebunden und darüber zu einem anonymen Schlafdorf geworden. Seit 32 Jahren hat der in Suberg wohnende Filmemacher das Dorf und seine Bewohner erfolgreich ignoriert. Anders als sein Großvater, welcher im Ort eine zentrale Figur war, kennt er hier praktisch niemanden. Das soll anders werden. Aber wie integriert man sich in ein Dorf, in dem es kaum noch eine Dorfgemeinschaft gibt? Und warum ist das so schwierig? Auf der Suche nach Antworten trifft der Regisseur auf Menschen, die Suberg und seine Entwicklung geprägt haben, setzt sich mit deren Lebensentwürfen auseinander und findet im Männerchor eine letzte, aber auch schon gefährdete Oase des Gemeinschaftssinns.

Ralph Eue
Credits
Originaltitel: Zum Beispiel Suberg
Land: Schweiz
Jahr: 2013
Sprache: schweizerdeutsch
Untertitel: deutsche, englische
Laufzeit: 90 Minuten
Format: DCP
Farbe: Colour
Regie: Simon Baumann
Produktion: Dieter Fahrer
Kamera: Andreas Pfiffner
Schnitt: Katharina Bhend
Musik: Claudio Bucher
Ton: Janosch Röthlisberger, Peter von Siebenthal
Buch: Simon Baumann, Kathrin Gschwend
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Annotationsverweis
Die Texte zu den Filmen in den Wettbewerbsprogrammen Dokumentarfilm und im Internationalen Programm wurden von den Mitgliedern der Auswahlkommission geschrieben. Alle Zitate aus den Katalogtexten zu DOK Leipzig müssen als solche gekennzeichnet werden. Der Name der Autorin bzw. des Autors muss dabei angegeben werden. Alle anderen nicht namentlich gekennzeichneten Beiträge sind Produktionsmitteilungen.